Progressionen

 

Sekundärprogressionen entsprechen der Regel:

1 Tag nach der Geburt = 1 Lebensjahr

Beispielrechnung:

Jemand ist am 1. Januar 1950 um 13.00 Uhr in Berlin geboren worden. Um die Progressionen für seinen 25. Geburtstag festzustellen, berechnen wir das Horoskop für den 26. Januar 1950 um 13.00 Uhr in Berlin. Dies ist der 25. Tag nach seiner Geburt. 25 Tage entsprechen gemäß obiger Formel 25 Lebensjahre. Das Progressionshoroskop vergleichen wir mit dem Grundhoroskop.

GrundhoroskopProgressionen für das 26. Lebensjahr

  • 1 Tag entspricht einer Drehung der Erdachse um sich selbst sowie einem ungefähren Weiterschreiten
    • der Sonne im Tierkreis um durchschnittlich 1°
    • des Mondes im Tierkreis um durchschnittlich 13°

  • Die primäre Prägung des Säuglings in den ersten drei Lebensmonaten ist entscheidend für den Verlauf des Lebens (drei Monate entsprechen grob 90 Lebensjahren).

  • Wir sehen, wie sich das Geburtshoroskop im Laufe der Tage und Wochen verändert. Die progressiven Planeten können dabei Aspekte zum Radix bilden.

  • Progressionen können auch rückwärts gerechnet werden: 1 Tag vor der Geburt entspricht einem Lebensjahr. Sie werden Regressionen genannt.

  • Wir achten auf
    • Aspekte der progressiven Planeten zum Radix (incl. AC und MC) ,
    • auf Konstellationen des progressiven Horoskops selbst, insbesondere Neu- und Vollmonde: progressiver Voll- bzw. Neumond,
    • Auf Zeiten, in denen Planeten rück- oder direktläufig werden.

 

Progressiver Sonne-/Mond-Zyklus

Die Progressionen repräsentieren einen Fahrplan, ein geordnetes Muster des Wachstums oder der Verwirklichung.

Ein Mond-Zyklus dauert eine Zeitspanne von ungefähr 30 Tagen und entsprechend etwa 30 Jahren in der Progression. Progressive Mondphasen sind die Aspekte zwischen der progressiven Sonne und dem progressiven Mond.

Progressiver Sonne-/Mond-Zyklus

 

Neumond   Sonne 0° Mond   Innere
Neuorientierung
  Es wird ein Samen gepflanzt, der sich im Laufe des kommenden Zyklus entfaltet und wachsen wird. Oft eine subjektive und/oder verwirrende Zeit im Leben eines Menschen, da man noch nicht in der Lage ist genau zu verstehen, was geschieht und wohin alles führen mag. Wichtig ist „Offenheit“.
Sichelmond Sonne 45° Mond Expansion Die allgemeine Richtung der Entwicklung wird allmählich klarer. Konfrontation zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gelegenheit soll erkannt und wahrgenommen werden.
Erstes Viertel Sonne 90° Mond Aktion
Mut und Zuversicht
Eine große Schwungkraft treibt die Entwicklung voran, oft zu Wendepunkten oder Krisen, die wichtige Entscheidungen fordern können.
Intensive, produktive Aktivität. Prüfung der Richtung, die im ersten Viertel eingeschlagen wurde. Wir müssen Entscheidungen leben, die wir zuvor getroffen haben.
Buckelmond Sonne 135° Mond Überwindung.
Flexibilität und Beständigkeit
Vollmond Sonne 180° Mond Erfüllung Der zu Neumond gepflanzte Same steht in voller Blüte. Eventuell aber auch Scheitern des begonnenen Zyklus. Distanz, klare Vision und akzeptierende Haltung sollen erreicht werden.
Aussäende Phase Sonne 225° Mond Demonstration Man will die eigenen Erfahrungen des bisherigen Zyklus verallgemeinern und den anderen Menschen mitteilen. Bei Enttäuschung über das Gewordene kann dies auch eine Periode der Reformierung oder Revolutionierung sein.
Letztes Viertel Sonne 270° Mond Neuorientierung Die Ernte, insbesondere des Sinns und Verständnisses des bisherigen Zyklus. Zeit des Loslassens: was nicht mehr mit dem wachsenden Bewusstsein und Verständnis harmoniert, muss verworfen werden. Entwicklung von Idealen, die Grundlage für den neuen Zyklus werden können.
Balsamische Phase Sonne 315° Mond Freigabe Nach innen gerichtete und zurückgezogene Phase. Periode des „Ausleerens“, bevor ein neuer Zyklus mehr oder weniger „unbelastet“ begonnen werden kann. Was jetzt zählt, spielt sich nicht draußen sondern im Innern ab. Sehnsucht nach dem Neuen, nach einem Neuanfang.

 

Literatur zu den progressiven Mondphasen:

Dane Rudhyar / Leyla Rael-Rudhyar: Der Sonne/Mond-Zyklus
Alexander Ruperti: Die Mondzyklen

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